Erster Kulturförderplan bringt Planungssicherheit

Am 15.12.2016 hat der Landtag NRW den ersten Kulturförderplan beschlossen. Neben dem größten Anstieg des Kulturetats in der nordrhein-westfälischen Geschichte – 7,5 Prozent – auf über 200 Millionen, investiert das Land vier Millionen Euro in den Kulturförderplan 2017. Dieser soll Kommunen und Gemeinden helfen, deren Haushaltslage weniger gut ist, damit nicht zuerst an der Kultur gespart wird. Er gibt den Kultureinrichtungen Planungssicherheit und sorgt für eine verlässliche und konstante Weiterentwicklung des Kulturstandorts NRW.

Die Förderschwerpunkte für das Jahr 2017 sind vor allem die individuelle Förderung von Kunst- und Kulturschaffenden, die kulturelle Bildung sowie Digitalisierung und Kultur. Durch die stärkere individuelle Förderung soll gewährleistet werden, dass Kunst- und Kulturschaffende eine gute Arbeits- und Lebensperspektive in NRW haben. „Ich kenne Fälle in denen Künstlerinnen und Künstler bei der Antragsstellung sich kein Gehalt geben, damit die Antragssumme geringer und eine Förderung wahrscheinlicher wird. Dem wird nun Einhalt geboten“ so Lisa Steinmann, Mitglied des Ausschuss für Kultur & Medien.

„Auch der Schwerpunkt ‚Digitalisierung und Kultur‘, bietet neue Chancen für die Gesellschaft sowie für die Kunstschaffenden. Gerade in Hinblick auf Teilhabegerechtigkeit“ so Lisa Steinmann weiter. Als gutes Beispiel für die Verknüpfung zwischen kultureller Bildung und Digitalisierung gilt die Stadtbibliothek Köln, die über einen öffentlich zugänglichen 3D-Drucker verfügen. Diesem Beispiel sollen nach dem Willen der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Christina Kampmann, weitere Einrichtungen folgen.