Ganzheitliche Nachhaltigkeit: Besuch des Etriums mit dem AK Umwelt und Matthias Groote, MdEP

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk war mir der Besuch von Matthias Groote aus Leer.
Als SPD-Abgeordneter im Europaparlament ist er dort u.a. Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. Das hat mich bewogen mit ihm und dem AK Umwelt der KölnSPD eine Betriebsbesichtigung zu organisieren – und so fuhren wir zum Bürogebäude Etrium (www.etrium.de) der Firma Wassermann in Köln.

Eine rundum spannende Begehung. Das Bürogebäude ist als Passivhaus angelegt und betrieben und benötigt so allein fünfmal weniger Heiz- und 70% weniger Primärenergie als ein konventioneller Bürokomplex. Optimierte Dämmung, Verglasung und intelligent gesteuerte Temperierung machen dieses möglich. So wird z.B. das Gebäude durch Grundwasser im Winter gewärmt und im Sommer gekühlt. Die Wärmerückgewinnungsanlage hat einen Wirkungsgrad von mehr als 95% und eine Photovoltaik-Anlage produziert zusätzliche Energie – und für die Skeptiker: ja, man kann trotzdem auch die Fenster öffnen..

Das Etrium wurde kürzlich mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen in der Kategorie „Gold“ ausgezeichnet. Damit gilt es als Vorbild für die Bauwirtschaft, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ganzheitlich zu verbinden.

Ich finde es wichtig, dass wir diesen technologischen Fortschritt auch beim Bau neuer öffentlicher Gebäude berücksichtigen und moderne Standards festsetzen. Wir müssen unser Bewusstsein grundlegend verändern – Klimaschutz darf nicht reines Thema in Privathaushalten bleiben! Das Etrium beweist, Innovation, Umweltschutz und Qualiät sind kein Widerspruch und gleichzeitig erzielen wir so auch eine nachhaltige Entlastung der öffentlichen Haushalte.