Mehr Mitbestimmung und beste Arbeitsbedingungen – das ist die gute Arbeit von morgen

Ich bin überzeugt: Wir können die derzeitige Krise auch als Wendepunkt für die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und Nordrhein-Westfalen begreifen. Und als Chance für einen sozialen Neustart nutzen – mit guten Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmung und besseren Löhnen.

Ich möchte, dass NRW im Jahr 2030 ein Land mit Vollbeschäftigung bei hohen Löhnen, mehr Lebensqualität und weniger Ungleichheit ist. Dafür müssen wir die vorhandenen Ungerechtigkeiten auf dem Arbeitsmarkt beseitigen.

Ein Bündnis für Tariftreue zwischen der Landesregierung und den Tarifpartnern ist hierfür ein erster wichtiger Schritt. Außerdem wollen wir als SPD-Fraktion flächendeckende Tarifverträge in allen Branchen sicherstellen. Wie uns das gelingen kann? Indem die Politik Anreize schafft: Die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Fördermitteln soll nur noch an die Unternehmen erfolgen, die Mitbestimmung und Tarifverträge einhalten.

In unserer Offensive „Respekt und Leistungsgerechtigkeit NRW“ fordern wir darüber hinaus den Erhalt und weiteren Ausbau des sozialen Arbeitsmarkts, um besonders benachteiligten Menschen die Teilhabe zu ermöglichen. Außerdem wollen wir eine bessere Entlohnung von Erziehungsberufen sicherstellen – was mir als Mutter einer kleinen Tochter ein besonderes Anliegen ist. Denn jeder Job hat Wertschätzung, Leistungsgerechtigkeit und Sicherheit verdient.

Doch Geld ist nicht alles. Menschen brauchen gute Arbeitsbedingungen, um zufrieden in ihrem Arbeitsalltag zu sein. Deswegen wollen wir ein Landesprogramm, das Gründungen von Betriebsräten fördert. Und auch der Arbeitsschutz ist ein wichtiger Baustein: Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, wenn sie ihren Beruf ausüben. Doch die Zahl der Kontrollen durch den Arbeitsschutz ist deutlich gesunken. Im Durchschnitt vergehen in unserem Bundesland 25,5 Jahre, bis die Kontrolleure das nächste Mal auf der Matte stehen. Und warum? Weil das Personal fehlt!

Um diesen Missstand zu beheben, wollen wir mit unserer zweiten Offensive „Mitbestimmungsland NRW“ 1.000 neue Stellen beim Arbeitsschutz einrichten. Eine vorbeugende Arbeits- und Qualifizierungspolitik sowie die Anpassung des Arbeits- und Sozialrechts an den digitalen Wandel runden unsere Forderungen ab.

Wir dürfen zudem die jungen Menschen nicht aus den Augen verlieren, die ihren Start ins Berufsleben planen. Die Corona-Pandemie stellt den Ausbildungsmarkt vor besondere Herausforderungen: Unternehmen bieten 7 Prozent weniger Ausbildungsplätze an als vor einem Jahr. Wir setzen uns daher konsequent für eine Ausbildungsplatzgarantie ein.

Weil jeder Mensch mehr Chancen auf Wohlstand und eine bessere Lebensqualität verdient hat, haben wir unsere Offensiven im Leitantrag „Die Gute Arbeit von morgen für NRW“ zusammengefasst. Wir wollen Sicherheit und Fortschritt für die Menschen in unserem Bundesland – und zwar für die Vielen, nicht die Wenigen.

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