Wertschöpfungsketten – Zukunftsfähige Bedingungen für einen starken Wirtschaftsstandort

Wie ist die Lage? Die Facharbeiterin im Chemiebetrieb macht es möglich. Dank ihr und ihren Kolleginnen und Kollegen hat die NRW-Wirtschaft großes Potenzial. Unsere Wertschöpfungsketten sind leistungsfähig: Von der Idee bis zum verkaufsfertigen Produkt sind alle Schritte in Nordrhein-Westfalen möglich. Dieses Potenzial gibt es gerade in der Grundstoffindustrie, wozu etwa Chemiebetriebe zählen. Gemeinsam mit der Papier- und Glasindustrie sowie der Stahlerzeugung und -verarbeitung bietet sie über 400.000 Beschäftigten in NRW Arbeit. 

Allerdings sind Veränderungen notwendig. Denn diese Industriezweige sind extrem energieintensiv. Um sie zu erhalten, ist eine ausreichende Versorgung mit erneuerbarer Energie und Wasserstoff notwendig (Haipeter, 2021, S.3). Anderenfalls droht eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts NRW. Produktionsprozesse könnten verloren gehen – und damit tausende Arbeitsplätze, auf deren Sicherheit sich Menschen in NRW verlassen. Dazu darf es nicht kommen!

Was muss passieren? Damit die Facharbeiterinnen und Facharbeiter in NRW weiter gut arbeiten können, benötigen wir eine Wasserstoffinfrastruktur. Denn: Die auskömmliche und wettbewerbsfähige Versorgung mit Wasserstoff ist eine der Grundlagen einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Industrie (unternehmer nrw, 2021). Die Industrie muss dabei zunächst Vorrang gegenüber anderen Bereichen wie der privaten Mobilität haben. 

Auch Kreislaufwirtschaft  bietet Chancen. Hier ist das Ziel, Ressourcen wiederzuverwenden, statt zu verschwenden. Das sorgt nicht nur für weniger Importabhängigkeit bei Rohstoffen und einen geringeren Ressourcenverbrauch. Dieser Ansatz erfordert High-Tech, etwa im Bereich des Produktdesigns, bei der Digitalisierung von Verfahren, der Reparatur komplexer Güter oder bei Sharing-Angeboten, aber auch weniger komplexe Arbeit etwa bei der Sammlung oder der Trennung von Materialien. So entstehen Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Dafür müssen Wertschöpfungsketten entsprechend der Kreislaufwirtschaft aufgebaut werden (Pöttering, 2021, 17). So können Rohstoffe umweltfreundlich und nachhaltig zu genutzt werden. 

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